Suchintention: was jemand wirklich will
Zwei Menschen tippen fast dasselbe ein und erwarten völlig Verschiedenes. Wer das trifft, gewinnt.
Die Suchintention ist die Absicht hinter einer Suchanfrage. Man unterscheidet grob zwischen informieren, vergleichen, eine bestimmte Seite ansteuern und beauftragen oder kaufen. Eine Seite funktioniert nur, wenn sie zur jeweiligen Absicht passt.
Die vier Grundtypen
Informieren: Jemand will verstehen. Anfragen wie was kostet ein Website-Relaunch oder wie funktioniert Local SEO. Passend ist ein erklärender Text, keine Verkaufsseite.
Vergleichen: Jemand steht kurz vor einer Entscheidung. Anfragen mit Zusätzen wie Vergleich, Erfahrungen oder Alternativen. Passend sind Gegenüberstellungen und ehrliche Einordnung.
Ansteuern: Jemand sucht eine bestimmte Seite oder Firma. Hier zählt nur, dass man selbst gefunden wird, wenn der eigene Name eingegeben wird.
Beauftragen: Jemand will jetzt etwas erledigen. Anfragen mit Ortsangabe, mit dem Wort Angebot oder in der Nähe. Passend ist eine Seite mit Leistung, Ablauf, Preisrahmen und schneller Kontaktaufnahme.
Warum das den Unterschied macht
Wer für eine Frage vom Typ informieren eine reine Verkaufsseite anbietet, verliert den Besucher sofort. Umgekehrt genauso: Wer jemanden mit Auftragsabsicht auf einen langen Erklärtext schickt, macht ihm die Kontaktaufnahme unnötig schwer.
Suchmaschinen erkennen das inzwischen recht gut. Wenn Menschen nach dem Klick sofort zurückgehen, spricht das gegen die Seite.
Wie man die Absicht herausfindet
Der einfachste Weg kostet zwei Minuten: den Begriff selbst eingeben und ansehen, was Google zeigt. Erscheinen Ratgeber, will die Mehrheit Informationen. Erscheint die Kartenansicht mit Betrieben, geht es um Beauftragung. Erscheinen Shops, geht es ums Kaufen.
Diese Ergebnisse sind gewissermaßen die Antwort der Suchmaschine auf die Frage, was Menschen bei diesem Begriff erwarten. Dagegen anzuarbeiten funktioniert selten.
Der Faktor Ort
Ein Ortsname in der Anfrage verschiebt die Absicht fast immer Richtung Beauftragung. Wer Steuerberater Meckenheim sucht, will keinen Ratgeber über Steuerrecht lesen.
Umgekehrt bedeutet das Fehlen eines Ortsnamens nicht automatisch, dass jemand nur stöbert. Bei Suchen vom Handy setzt Google den Standort ohnehin voraus. Deshalb erscheinen bei vielen Anfragen auch ohne Ortsangabe Betriebe aus der Nähe.
Ein Beispiel
Zwei Anfragen: Website Relaunch Kosten und Website Relaunch Agentur Meckenheim. Der erste sammelt Informationen und vergleicht, der zweite sucht jemanden zum Beauftragen.
Für den ersten passt ein Text, der Preisspannen und Einflussfaktoren erklärt, ohne zu drängen. Für den zweiten eine Leistungsseite mit Ablauf, Region und deutlicher Möglichkeit zur Anfrage. Beides auf einer Seite zu erschlagen, funktioniert schlechter als zwei getrennte Seiten.
Was das für die Seitenstruktur heißt
Aus den Absichten ergibt sich fast automatisch der Aufbau einer Website. Leistungsseiten bedienen die Auftragsabsicht, ein Glossar oder Ratgeberbereich die Informationsabsicht, die Startseite fängt beides ab und verteilt weiter.
Das ist auch der Grund, warum diese Website ein Glossar hat. Wer sich informieren will, findet Erklärungen. Wer beauftragen will, findet Leistungsseiten. Beide Wege stören sich nicht, weil sie getrennt geführt und trotzdem verbunden sind.
Der Weg dazwischen
Beide Typen gehören zusammen. Wer heute etwas nachliest, beauftragt vielleicht in drei Monaten. Deshalb sollte jede erklärende Seite einen ruhigen Hinweis auf die passende Leistung enthalten. Nicht als Werbeblock, sondern als nächster Schritt für die, die weiterwollen.
Verwandte Begriffe
Diese Themen hängen mit dem Begriff zusammen und sind im Glossar ebenfalls einfach erklärt:
Wir kümmern uns darum
Wir bauen Seitenstrukturen entlang der Fragen, die Kunden tatsächlich stellen. Mehr dazu unter Suchmaschinenoptimierung mit lokalem Schwerpunkt.
Kurz nachgefragt
Kann eine Seite mehrere Absichten bedienen?
Selten gut. Besser ist eine klare Ausrichtung pro Seite und eine interne Verlinkung zu den anderen Themen.
Ändert sich die Absicht bei einem Begriff?
Ja, manchmal. Nach Gesetzesänderungen oder Förderprogrammen kann aus einer Kaufabsicht plötzlich Informationsbedarf werden. Ein gelegentlicher Blick in die Ergebnisse lohnt sich.