Glossar

Landingpage: eine Seite mit genau einem Ziel

Der Unterschied zur normalen Unterseite liegt nicht im Aussehen, sondern in der Aufgabe.

Eine Landingpage ist eine Seite, auf der Besucher gezielt landen, meist über eine Anzeige oder einen Link aus einer Kampagne. Sie verfolgt ein einziges Ziel, etwa eine Anfrage, und verzichtet auf alles, was davon ablenkt.

Warum nicht einfach die Startseite?

Die Startseite muss viele Fragen gleichzeitig beantworten: Wer sind wir, was machen wir alles, wo sitzen wir, wie erreicht man uns. Wer über eine Anzeige zu einem ganz konkreten Thema kommt, muss sich dann erst durchsuchen.

Eine Landingpage nimmt genau das Thema der Anzeige auf und führt in gerader Linie zur Anfrage. Das erhöht die Zahl der Kontakte spürbar, ohne dass mehr Werbebudget nötig wäre.

Was auf eine Landingpage gehört

  • Eine Überschrift, die das Versprechen der Anzeige wiederholt
  • In zwei Sätzen: was angeboten wird und für wen
  • Die drei häufigsten Fragen, meistens Preis, Dauer und Ablauf
  • Ein Beleg für Verlässlichkeit, etwa echte Bewertungen oder Qualifikationen
  • Ein kurzes Formular und eine anklickbare Telefonnummer
  • Die Pflichtangaben, also Impressum und Datenschutz

Was nicht darauf gehört: die komplette Hauptnavigation, Verweise auf andere Leistungen und lange Firmengeschichte. Jeder zusätzliche Ausgang kostet Anfragen.

Ein Beispiel

Ein Elektrobetrieb schaltet Anzeigen auf "Wallbox installieren". Führt die Anzeige auf die Startseite, sieht der Besucher zuerst Elektroinstallation allgemein, Notdienst und Referenzen. Er muss selbst suchen.

Führt sie auf eine Landingpage zum Thema Wallbox, steht dort: Ablauf, ungefährer Preisrahmen, Hinweis zur Förderung, Einsatzgebiet und ein Formular mit vier Feldern. Gleiche Anzeige, gleiches Budget, deutlich mehr Anfragen.

Der häufigste Fehler

Anzeigen und Landingpage sprechen nicht dieselbe Sprache. In der Anzeige steht ein konkretes Angebot, auf der Seite steht dann etwas Allgemeines. Wer klickt, merkt in einer halben Sekunde, dass er nicht das gefunden hat, was versprochen war, und geht zurück.

Deshalb gehört die Formulierung aus der Anzeige möglichst wörtlich in die Überschrift der Seite. Das wirkt fast zu einfach, gehört aber zu den wirksamsten Änderungen überhaupt.

Formular oder Telefon?

Beides anbieten. Ältere Zielgruppen greifen eher zum Hörer, jüngere schreiben lieber, und wer abends um elf sucht, will nicht anrufen. Wichtig ist, dass die Nummer auf dem Handy mit einem Tipp wählt und das Formular nicht mehr Felder hat als nötig.

Als Faustregel: Jedes zusätzliche Pflichtfeld kostet Abschlüsse. Name, Erreichbarkeit und eine kurze Beschreibung reichen fast immer. Details klärt man im Gespräch.

Der Aufbau von oben nach unten

Bewährt hat sich eine feste Reihenfolge. Ganz oben die Überschrift mit dem Versprechen, direkt darunter ein bis zwei Sätze zur Einordnung und die erste Möglichkeit zur Kontaktaufnahme. Wer schon überzeugt ist, soll nicht scrollen müssen.

Darunter folgen die Antworten auf die üblichen Fragen, danach Belege wie Bewertungen oder Qualifikationen, dann noch einmal die Möglichkeit zur Anfrage. Ganz unten die Pflichtangaben. Diese Struktur funktioniert, weil sie der Reihenfolge folgt, in der Menschen Vertrauen aufbauen.

Ob es funktioniert, sieht man an Zahlen

Eine Landingpage ohne Messung ist eine Vermutung. Wichtig sind zwei Zahlen: wie viele Besucher kommen und wie viele davon Kontakt aufnehmen. Aus dem Verhältnis ergibt sich, ob die Seite oder die Anzeige das Problem ist.

Kommen viele Besucher, fragt aber niemand an, liegt es meist an der Seite. Kommt kaum jemand, liegt es an der Anzeige oder den gewählten Suchbegriffen. Diese Unterscheidung spart viel Diskussion.

Wann sich eine eigene Landingpage lohnt

Immer dann, wenn Werbebudget fließt oder ein Angebot besonders wichtig ist. Für den normalen Auftritt reichen gut gebaute Leistungsseiten, die im Grunde dieselben Regeln befolgen, nur eben eingebunden in die Navigation.

Verwandte Begriffe

Diese Themen hängen mit dem Begriff zusammen und sind im Glossar ebenfalls einfach erklärt:

Wir kümmern uns darum

Landingpages bauen wir meist zusammen mit Kampagnen. Der Zusammenhang steht unter Online-Marketing und Google Ads.

Nachgefragt

Kurz nachgefragt

Braucht eine Landingpage eine eigene Adresse?

Sie liegt üblicherweise als eigene Unterseite auf der bestehenden Domain. Eine eigene Domain ist selten sinnvoll, weil sie Vertrauen und Sichtbarkeit verschenkt.

Soll die Landingpage bei Google auffindbar sein?

Kann sie, muss sie aber nicht. Wenn sie nur für eine Kampagne gedacht ist, reicht der Zugang über die Anzeige.

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