Website Relaunch, ohne dass Google dich vergisst
Deine Website war mal gut. Nur war das vielleicht 2017. Beim Umbau bleibt erhalten, was funktioniert, und es geht das, was im Weg steht.
Eine Website modernisieren heißt nicht, alles wegzuwerfen und neu anzufangen. Es heißt, gezielt zu entscheiden, was mitkommt.
Websites veralten in Stufen. Zuerst das Design, dann die Darstellung auf neuen Geräten, dann die Technik, irgendwann die Inhalte. Meistens fällt es erst auf, wenn Anfragen ausbleiben oder ein Kunde nebenbei erwähnt, dass er die Seite auf dem Handy nicht lesen konnte.
Ein Relaunch ist dann der richtige Schritt. Nur ist er heikler, als er aussieht, weil eine bestehende Website mehr mit sich bringt als Text und Bilder: Adressen, die bei Google im Index stehen, Verlinkungen von anderen Seiten, aufgebaute Sichtbarkeit über Jahre. Wer das ignoriert, startet nach dem Umzug wieder bei null.
Wann sich eine alte Website erneuern lohnt
Nicht jede Seite muss neu. Diese Punkte sprechen aber ziemlich deutlich dafür:
- Auf dem Smartphone muss man zoomen und schieben, um etwas zu lesen
- Die Seite braucht spürbar lange, bis überhaupt etwas erscheint
- Das Redaktionssystem bekommt keine Updates mehr oder niemand traut sich daran
- Leistungen, Team oder Standorte stimmen nicht mehr mit der Realität überein
- Über die Website kommt kaum noch eine Anfrage
- Bei Google findet man dich nur, wenn man den Firmennamen kennt
- Niemand kann die Inhalte pflegen, ohne den alten Dienstleister anzurufen
Trifft nur einer dieser Punkte zu, reicht oft eine Überarbeitung. Bei drei oder mehr ist ein kompletter Umbau meist günstiger als das ständige Flicken.
Was vor dem Umbau passiert
Bevor irgendetwas gestaltet wird, schauen wir uns die bestehende Seite an. Dabei geht es um vier Fragen:
Welche Seiten bringen Besucher?
Fast jede gewachsene Website hat ein paar Unterseiten, die zuverlässig Besucher aus der Suche holen, oft ganz andere als erwartet. Diese Seiten sind bares Geld und werden nicht ersatzlos gelöscht, sondern übernommen und verbessert.
Für welche Suchbegriffe wirst du gefunden?
Daraus ergibt sich, welche Inhalte in der neuen Struktur eine eigene Seite bekommen müssen. Was heute auf einer Sammelseite versteckt liegt, verdient später vielleicht eine eigene Adresse.
Welche Adressen gibt es überhaupt?
Wir erfassen alle bestehenden Adressen. Jede davon braucht später ein Ziel. Das ist der Teil, den viele überspringen, und genau daran gehen die meisten Relaunches kaputt.
Was ist technisch los?
Ladezeit, Darstellung auf Geräten, Sicherheit, Struktur der Überschriften, Fehlerseiten. Daraus ergibt sich, ob der Unterbau bleiben kann oder ersetzt wird.
Umleitungen, das wichtigste Detail
Wenn sich Adressen ändern, und das tun sie fast immer, muss jede alte Adresse dauerhaft auf die passende neue zeigen. Nicht pauschal auf die Startseite, sondern auf die inhaltlich passende Seite. Sonst verlieren sowohl Besucher als auch Suchmaschinen den Faden.
Dazu kommen Kleinigkeiten, die in Summe entscheiden: eine aktuelle Sitemap, saubere Angaben zur bevorzugten Adresse einer Seite, eine funktionierende Fehlerseite und ein Blick in die Search Console in den Wochen nach dem Umschalten. Positionen schwanken nach einem Umzug fast immer kurz. Wenn sie sich nach ein paar Wochen nicht beruhigen, sieht man in den Daten, woran es liegt.
Wie wir Sichtbarkeit danach weiter aufbauen, steht unter Suchmaschinenoptimierung für Meckenheim.
Die typischen Fehler
Was oft schiefgeht
- Alle alten Adressen landen pauschal auf der Startseite
- Gute Texte werden gekürzt, weil das Design so aufgeräumter wirkt
- Die neue Seite sieht besser aus, lädt aber langsamer als die alte
- Nach dem Start prüft niemand, was Google jetzt tatsächlich sieht
- Die Testversion bleibt für Suchmaschinen erreichbar und macht der echten Seite Konkurrenz
Wie wir es halten
Erst messen, dann umbauen, danach kontrollieren. Vor dem Umschalten gibt es eine Liste mit jeder alten Adresse und ihrem neuen Ziel. Nach dem Umschalten schauen wir in die Daten und korrigieren, wo es nötig ist.
Ein Relaunch ist am Tag des Livegangs nicht fertig, sondern erst ein paar Wochen später.
Inhalte: der unterschätzte Teil
Der häufigste Grund für Verzögerungen ist nicht die Technik, sondern fehlende Texte. Bei einer alten Website stimmt inhaltlich oft mehr nicht, als man denkt: Leistungen haben sich verschoben, Ansprechpartner sind andere, Preise stimmen nicht mehr, und der Ton klingt nach einem Unternehmen, das es so nicht mehr gibt.
Wir übernehmen die Texte auf Wunsch komplett. Du erzählst uns, was du machst, wir schreiben es auf. Oder du lieferst Rohfassungen und wir bringen sie in Form. Was wir nicht machen: Textbausteine einsetzen, die auf jeder zweiten Website derselben Branche stehen.
Relaunch oder komplett neue Website?
Die Begriffe verschwimmen im Alltag, der Unterschied ist aber praktisch. Bei einem Relaunch bleibt das Unternehmen samt bestehender Adresse im Netz stehen und die Seite wird darunter erneuert. Bei einer neuen Website startest du auf einer neuen Grundlage, oft auch mit neuer Struktur und neuen Inhalten.
Welcher Weg günstiger ist, hängt vom Zustand des Unterbaus ab. Wenn Technik und Struktur solide sind und nur das Aussehen und ein paar Texte veraltet sind, ist die Überarbeitung deutlich billiger. Wenn das System keine Updates mehr bekommt, die Seite langsam ist und die Struktur historisch gewachsen wirkt, wird Flicken schnell teurer als Neubau.
Diese Einschätzung bekommst du von uns nach der Bestandsaufnahme, inklusive Preis für beide Varianten. Entscheiden musst du, und beide Wege sind für uns gleich recht.
Was ein Relaunch kostet
Der Preis hängt an drei Dingen: Umfang der Seite, Zustand der bestehenden Inhalte und Aufwand für Technik und Umleitungen. Eine überschaubare Firmenseite mit vorhandenen, brauchbaren Texten liegt deutlich niedriger als ein gewachsener Auftritt mit achtzig Unterseiten, von denen die Hälfte neu geschrieben werden muss.
Was wir dabei nie separat berechnen, ist die saubere Weiterleitung der alten Adressen. Das gehört zum Handwerk und nicht in eine Zusatzposition. Laufende Kosten für Hosting, Domain und Pflege nennen wir vorab, damit im zweiten Jahr keine Überraschung kommt.
Ablauf und Zeitrahmen
- Bestandsaufnahme: Seiten, Suchbegriffe, Adressen, Technik. Danach weißt du, was du hast.
- Entscheidung: Überarbeiten oder neu bauen. Mit Begründung und Preis für beide Wege.
- Struktur: Neue Seitenstruktur inklusive Zuordnung jeder alten Adresse.
- Design und Umsetzung: Erst Entwürfe, dann Umsetzung, jeweils mit Zwischenstand.
- Umschalten: Weiterleitungen aktivieren, Sitemap einreichen, Technik prüfen.
- Nachlauf: Vier bis acht Wochen Beobachtung, Nacharbeiten inklusive.
Insgesamt sechs bis zehn Wochen bei überschaubarem Umfang. Wenn es schneller gehen muss, sag es früh, dann planen wir anders.
Was du vorbereiten kannst
Ein Relaunch geht deutlich schneller, wenn ein paar Dinge zu Beginn bereitliegen. Zugangsdaten für Domain, Hosting und das bestehende System, dazu die Zugänge zu Search Console und Statistiktool, falls vorhanden. Fehlt etwas davon, ist das kein Problem, es kostet nur Zeit beim Suchen.
Hilfreich ist außerdem eine ehrliche Liste: Was an der aktuellen Seite stört dich, was funktioniert erstaunlich gut, welche Fragen stellen Kunden immer wieder. Genau daraus entsteht später die Struktur.
Und danach?
Nach dem Relaunch steht eine Seite, die technisch sauber ist und Inhalte hat, die stimmen. Der Rest ist Pflege: neue Referenzen, aktuelle Leistungen, gelegentlich ein Blick auf die Zahlen. Wenn du willst, übernehmen wir das dauerhaft, inklusive Updates und Sicherungen.
Passend dazu lohnt oft ein Blick auf unser Vorgehen beim Webdesign und, wenn der Auftritt auch gedruckt werden soll, auf Drucksachen und Geschäftsausstattung.
Fragen zum Relaunch
Woran merke ich, dass ein Relaunch fällig ist?
Wenn die Seite auf dem Handy unbrauchbar ist, spürbar langsam lädt, seit Jahren niemand mehr Inhalte gepflegt hat oder die Leistungen längst andere sind als die beschriebenen. Auch ein Rückgang bei Anfragen über die Website ist ein deutliches Zeichen.
Verliere ich beim Relaunch meine Google-Rankings?
Nicht, wenn der Umzug geplant ist. Wir erfassen vorher alle bestehenden Adressen und leiten jede per dauerhafter Weiterleitung auf die passende neue Seite. Kurz nach dem Umschalten schwanken Positionen oft ein paar Wochen, danach pendelt es sich ein.
Kann ich Inhalte von der alten Seite behalten?
Ja, und oft ist das sogar sinnvoll. Texte, die gut laufen, werden übernommen und überarbeitet statt weggeworfen. Was wir vorher prüfen: welche Seiten überhaupt Besucher bekommen und für welche Suchbegriffe.
Wie lange dauert ein Relaunch?
Bei einer überschaubaren Seite sechs bis zehn Wochen, bei größeren Auftritten mit vielen Unterseiten länger. Der zeitaufwendigste Teil ist meist die Bestandsaufnahme und die Entscheidung, was bleibt und was geht.
Muss die Technik komplett gewechselt werden?
Nicht zwingend. Wenn der Unterbau solide ist, reicht manchmal ein neues Design und eine überarbeitete Struktur. Wir sagen dir nach dem ersten Blick, ob sich das lohnt oder ob ein Neuaufbau am Ende günstiger kommt.