Open Graph: wie geteilte Links aussehen
Entscheidet darüber, ob ein geteilter Link nach Website aussieht oder nach kaputtem Textfetzen.
Open Graph ist eine Sammlung von Angaben im Quelltext, die bestimmen, wie eine Seite dargestellt wird, wenn jemand sie in sozialen Netzwerken oder Messengern teilt. Dazu gehören Titel, Beschreibung und ein Vorschaubild.
Warum es das gibt
Wird ein Link in WhatsApp, LinkedIn oder Facebook eingefügt, versucht die Plattform automatisch eine Vorschau zu bauen. Ohne Vorgaben nimmt sie irgendeinen Text und irgendein Bild von der Seite. Das Ergebnis ist oft ein Ausschnitt aus der Navigation und das Logo in Briefmarkengröße.
Mit den passenden Angaben legt man selbst fest, was erscheint. Der Aufwand ist einmalig, die Wirkung dauerhaft.
Die vier wichtigsten Angaben
- Titel, der auch etwas länger sein darf als der im Suchergebnis
- Beschreibung in ein bis zwei Sätzen
- Bild, idealerweise 1200 mal 630 Pixel
- Adresse der Seite, damit die Vorschau eindeutig zugeordnet wird
Dazu kommen kleinere Angaben wie Sprache und Seitenname. Für X, früher Twitter, gibt es ein eigenes Format, das aber auf dieselben Werte zurückgreifen kann.
Das Bild ist der Punkt
Die Vorschau lebt vom Bild, es nimmt in der Darstellung den meisten Platz ein. Zwei Regeln helfen: Das Format sollte stimmen, sonst wird beschnitten. Und Text im Bild sollte groß genug sein, weil die Vorschau auf dem Handy klein dargestellt wird.
Bewährt hat sich ein einfaches Motiv mit Logo auf ruhigem Grund. Ein Screenshot der Website funktioniert dagegen selten, weil in der Vorschau nichts mehr zu erkennen ist.
Ein Beispiel
Ein Betrieb schickt einem Kunden den Link zu einer Leistungsseite per WhatsApp. Ohne Angaben erscheint ein grauer Kasten mit der Adresse. Mit Angaben erscheint das Firmenlogo, der Titel der Leistung und ein erklärender Satz.
Der Unterschied kostet keine Arbeit am Inhalt und wirkt trotzdem, weil der Link angeklickt wird statt ignoriert.
Wo es sonst noch auftaucht
Nicht nur in sozialen Netzwerken. Auch Messenger, Slack, viele E-Mail-Programme und einige Chatsysteme bauen ihre Vorschau aus denselben Angaben. Wer viel per Link kommuniziert, profitiert also breiter, als der Name vermuten lässt.
Prüfen und Zwischenspeicher
Die Plattformen speichern die Vorschau zwischen. Wird ein Bild ausgetauscht, erscheint oft noch tagelang das alte. Facebook und LinkedIn bieten dafür Werkzeuge an, mit denen sich die Vorschau neu einlesen lässt.
Ein schneller Test ohne Werkzeug: den Link an sich selbst schicken und schauen, was ankommt. Wenn dort Logo, Titel und ein sinnvoller Satz stehen, passt es.
Verwandte Begriffe
Diese Themen hängen mit dem Begriff zusammen und sind im Glossar ebenfalls einfach erklärt:
Wir kümmern uns darum
Vorschaubild und Angaben legen wir bei jedem Projekt mit an, damit geteilte Links ordentlich aussehen. Mehr dazu unter Webdesign aus Meckenheim.
Kurz nachgefragt
Beeinflusst Open Graph mein Ranking?
Nein, direkt nicht. Mittelbar schon, weil ansprechende Vorschauen häufiger geklickt und geteilt werden.
Brauche ich für jede Seite ein eigenes Bild?
Nicht zwingend. Ein gutes Standardbild für die ganze Website reicht meistens. Eigene Bilder lohnen sich bei besonders wichtigen Seiten.