GEO: Generative Engine Optimization erklärt
Der Begriff ist neu, die Frage dahinter alt: Wird mein Unternehmen genannt, wenn jemand danach fragt?
GEO steht für Generative Engine Optimization und bezeichnet die Arbeit daran, dass KI-Systeme ein Unternehmen korrekt erfassen und in passenden Antworten erwähnen. Anders als bei klassischer Suche gibt es dabei keine Platzierungen, sondern nur Nennungen.
Was sich am Suchverhalten ändert
Früher lief eine Recherche so: Suchbegriff eingeben, Ergebnisliste durchsehen, zwei oder drei Seiten öffnen. Heute stellen viele Menschen die Frage direkt einem System wie ChatGPT oder lesen die zusammengefasste Antwort, die Google über den Ergebnissen ausgibt.
Das ändert die Aufgabe. Es geht nicht mehr nur darum, angeklickt zu werden, sondern darum, in der Antwort vorzukommen und dort richtig dargestellt zu werden.
Woher diese Systeme ihr Wissen nehmen
Aus zwei Richtungen. Erstens aus den Daten, mit denen ein Modell trainiert wurde, also einem Abbild des Netzes zu einem bestimmten Zeitpunkt. Zweitens aus einer Suche, die das System im Moment der Frage startet und deren Treffer es zusammenfasst.
Der zweite Weg ist der, den man beeinflussen kann. Wer bei den passenden Suchanfragen ordentlich dasteht und klare Inhalte liefert, wird eher als Quelle herangezogen. Deshalb ist solides SEO die Grundlage für GEO und kein Gegensatz dazu.
Was diesen Systemen hilft
- Eindeutige Sätze statt Werbesprache: was du machst, für wen, in welcher Gegend
- Überall identische Unternehmensdaten, auch in alten Verzeichniseinträgen
- Abschnitte, die eine Frage vollständig beantworten und einzeln verständlich sind
- Strukturierte Auszeichnung der wichtigsten Angaben für Maschinen
- Technische Erreichbarkeit, statt die Zugriffe der Systeme pauschal zu sperren
Ein Beispiel
Auf einer Website steht: "Wir sind Ihr zuverlässiger Partner für individuelle Lösungen rund um Ihr Zuhause." Daraus kann kein System ableiten, was der Betrieb tut.
Steht dagegen: "Wir bauen Einbauküchen und Innenausbau für Privatkunden in Meckenheim und dem Rhein-Sieg-Kreis", ist die Aussage brauchbar. Sie kann zitiert, eingeordnet und einer Frage zugeordnet werden. Der Unterschied ist nicht Technik, sondern Formulierung.
Was nicht geht
Es gibt keine Platzierung, die man kaufen kann, keine Liste, in die man sich einträgt, und keine Garantie für Nennungen. Wer damit wirbt, verkauft Luft.
Ehrlich ist auch: Der Bereich verändert sich schnell. Was heute funktioniert, kann in einem halben Jahr anders aussehen. Deshalb lohnt sich vor allem, was ohnehin sinnvoll ist, nämlich klare Inhalte und korrekte Daten.
Was du selbst vorbereiten kannst
Der größte Teil der Arbeit ist Formulierung, und die kennt niemand besser als du. Nützlich ist eine kurze Sammlung: die fünf Fragen, die im Erstgespräch immer kommen, dazu deine Antworten in normalen Sätzen.
Daraus entstehen Inhalte, die für Menschen und für Antwortsysteme funktionieren. Wer stattdessen Werbetexte schreibt, produziert Sätze, die zwar gut klingen, aber keine Information enthalten und deshalb nirgends aufgegriffen werden.
Die Grenzen der Messung
Bei klassischer Suche kann man Positionen und Klicks ablesen. Bei KI-Antworten geht das nur eingeschränkt. Antworten unterscheiden sich je nach Formulierung der Frage, je nach Nutzer und je nach Zeitpunkt.
Was praktisch funktioniert: eine feste Liste typischer Fragen regelmäßig in mehreren Systemen stellen und notieren, ob und wie das Unternehmen vorkommt. Das ist keine exakte Wissenschaft, zeigt aber Entwicklungen und deckt vor allem falsche Angaben auf.
Falsche Angaben in KI-Antworten
Ein praktisches Problem: Diese Systeme geben manchmal Veraltetes aus, etwa alte Öffnungszeiten oder eine frühere Adresse. Die Ursache sind meist alte Quellen im Netz. Der Weg dahin ist Kleinarbeit, nämlich diese Einträge finden und korrigieren lassen. Danach dauert es, bis sich die richtige Angabe durchsetzt.
Verwandte Begriffe
Diese Themen hängen mit dem Begriff zusammen und sind im Glossar ebenfalls einfach erklärt:
Wir kümmern uns darum
Was wir konkret tun, damit dein Unternehmen in KI-Antworten sauber vorkommt, steht unter GEO und KI-Sichtbarkeit.
Kurz nachgefragt
Ersetzt GEO klassisches SEO?
Nein. Der Großteil der Anfragen läuft weiterhin über normale Suche, gerade lokal. GEO kommt dazu, ersetzt aber nichts.
Kann ich messen, ob es wirkt?
Nur teilweise. Man kann regelmäßig prüfen, ob Systeme das Unternehmen bei passenden Fragen nennen und ob die Angaben stimmen. Zahlen wie bei klassischen Rankings gibt es nicht.