Backlink: wenn andere auf dich verlinken
Lange das wichtigste Thema im SEO, heute eines unter mehreren. Missbraucht wird es trotzdem weiterhin.
Ein Backlink ist ein Link von einer fremden Website auf die eigene. Suchmaschinen werten ihn als eine Art Empfehlung. Entscheidend ist dabei nicht die Anzahl, sondern ob der Link von einer thematisch passenden, vertrauenswürdigen Seite kommt.
Warum Links überhaupt zählen
Die ursprüngliche Idee war einfach: Wenn viele Seiten auf eine bestimmte Seite verweisen, ist sie vermutlich nützlich. Das funktioniert wie eine Empfehlung unter Fachleuten.
Weil das so wirksam war, entstand ein ganzer Markt für gekaufte Links. Suchmaschinen haben darauf reagiert und bewerten längst nicht mehr die Menge, sondern Herkunft und Zusammenhang. Ein einziger Link aus einem Fachbeitrag ist mehr wert als hundert aus Verzeichnissen, die niemand liest.
Woran ein guter Link zu erkennen ist
- Die verlinkende Seite passt thematisch oder regional zum eigenen Angebot
- Der Link steht im Text und nicht in einer Fußzeile mit fünfzig anderen
- Der Ankertext beschreibt, was einen erwartet, statt nur hier klicken zu sagen
- Die Seite hätte auch ohne Link Bestand, ist also kein reines Linkverzeichnis
- Der Link wäre auch ohne SEO sinnvoll gesetzt worden
Wie lokale Betriebe an Links kommen
Ohne Geld auszugeben und ohne Netzwerke. Naheliegend sind Vereine und Veranstaltungen, die man unterstützt, die örtliche Wirtschaftsförderung, Innungen und Kammern, Lieferanten und Hersteller mit Partnerlisten, sowie die lokale Presse bei einem echten Anlass.
Dazu kommen Einträge in seriösen Verzeichnissen. Die bringen für sich genommen wenig Bewertung, sorgen aber für einheitliche Firmendaten im Netz, und das zählt bei lokaler Sichtbarkeit spürbar.
Ein Beispiel
Ein Betrieb sponsert die Trikots einer Jugendmannschaft. Auf der Vereinsseite steht dafür der Firmenname mit Link. Das ist thematisch nicht besonders nah, dafür regional eindeutig und völlig echt.
Ein zweiter Fall: Derselbe Betrieb schreibt für die Seite eines Herstellers einen kurzen Praxisbericht über den Einbau eines Produkts. Der Link von dort ist fachlich passend und damit deutlich wertvoller.
Wovon man die Finger lässt
Von gekauften Linkpaketen, von Netzwerken, die gegenseitiges Verlinken organisieren, und von Kommentaren unter fremden Beiträgen, die nur wegen des Links geschrieben wurden. Das ist im besten Fall wirkungslos und im schlechtesten ein Grund für eine Abwertung.
Wenn jemand anbietet, für einen monatlichen Betrag Hunderte Links aufzubauen, ist das kein Angebot, sondern ein Risiko.
Wie wichtig ist das heute noch?
Für kleine, örtlich tätige Betriebe deutlich weniger als früher. Ein gepflegtes Unternehmensprofil, saubere Technik und Seiten, die echte Fragen beantworten, bringen in diesem Umfeld mehr als jede Linkarbeit.
Relevanter wird das Thema bei überregionalem Wettbewerb. Wenn zehn Anbieter technisch und inhaltlich gleichauf sind, entscheidet am Ende oft, wer bekannter ist. Und Bekanntheit zeigt sich unter anderem in Links.
Verwandte Begriffe
Diese Themen hängen mit dem Begriff zusammen und sind im Glossar ebenfalls einfach erklärt:
Wir kümmern uns darum
Wir kaufen keine Links und bauen keine Netzwerke. Was wir stattdessen tun, steht unter SEO mit Schwerpunkt auf lokaler Sichtbarkeit.
Kurz nachgefragt
Wie viele Links brauche ich?
Es gibt keine Zahl. Für einen örtlichen Betrieb reichen oft eine Handvoll echter Erwähnungen aus der Region völlig aus.
Schaden schlechte Links, die ich nicht gesetzt habe?
In aller Regel nicht. Suchmaschinen ignorieren offensichtlichen Spam einfach. Ein Eingreifen ist nur bei nachweislich schädlichen Mustern nötig.