Glossar

llms.txt: eine Wegbeschreibung für KI-Systeme

Eine schlichte Textdatei, die erklärt, worum es auf einer Website geht. Kein Standard, aber nützlich.

Die llms.txt ist eine einfache Textdatei im Wurzelverzeichnis einer Website, die KI-Systemen einen geordneten Überblick über die wichtigsten Inhalte gibt. Sie ist bewusst kurz gehalten und in Markdown geschrieben.

Die Idee dahinter

Websites sind für Menschen gebaut. Navigation, Gestaltung und Werbetexte helfen beim Lesen, machen es einem Programm aber schwerer, den Kern zu erfassen. Die llms.txt dreht das um: eine reduzierte Fassung, die in wenigen Zeilen sagt, wer hier was anbietet und wo die wichtigen Inhalte liegen.

Das Vorbild ist die robots.txt, die seit Jahrzehnten regelt, welche Bereiche Suchmaschinen aufrufen dürfen. Nur geht es hier nicht um Verbote, sondern um Orientierung.

Was drinsteht

Ganz oben der Name des Unternehmens als Überschrift, darunter ein kurzer Absatz, der das Angebot zusammenfasst. Danach folgen thematisch sortierte Listen mit den wichtigsten Adressen, jeweils mit einem Satz, der erklärt, was dort zu finden ist.

Sinnvoll sind außerdem die Unternehmensdaten, also Anschrift, Telefonnummer und Ansprechpartner, sowie ein Hinweis auf Dinge, die es nicht gibt. Wenn eine Agentur keine Referenzliste führt, kann genau das dort stehen, damit niemand eine erfindet.

Ein Beispiel

Diese Website hat eine solche Datei. Sie nennt die sechs Leistungen mit je einem erklärenden Satz, die beiden regionalen Seiten, das Glossar und die Unternehmensdaten. Am Ende steht der Hinweis, dass es keine Referenzen, keine Bewertungen und keine Angaben zur Teamgröße gibt.

Aufrufen lässt sie sich, indem man an die Adresse einer Website den Zusatz llms.txt hängt. Man sieht dann reinen Text ohne jede Gestaltung.

Was sie bringt und was nicht

Ehrlich gesagt: Sie ist kein offizieller Standard und wird nicht von allen Systemen ausgewertet. Es gibt keine Garantie, dass sie überhaupt gelesen wird.

Dagegen steht ein sehr kleiner Aufwand. Eine solche Datei anzulegen dauert eine halbe Stunde, sie kostet nichts an Ladezeit und schadet nicht. Wenn sich das Format durchsetzt, ist man vorbereitet. Wenn nicht, hat man immerhin eine saubere Zusammenfassung des eigenen Angebots.

Der Unterschied zur robots.txt

Die robots.txt regelt Zugriffe: Welcher Bereich darf aufgerufen werden, welcher nicht. Sie ist eine technische Anweisung und wird von allen seriösen Programmen beachtet.

Die llms.txt regelt nichts. Sie ist ein Angebot zur Orientierung. Wer KI-Systeme aussperren will, tut das in der robots.txt, nicht hier.

Für wen sich das lohnt

Für Unternehmen mit einem erklärungsbedürftigen Angebot und für alle, bei denen es darauf ankommt, korrekt beschrieben zu werden. Für einen reinen Onlineshop mit tausenden Artikeln bringt sie wenig, weil sich Sortimente schlecht in ein paar Zeilen fassen lassen.

Wichtig bleibt: Die Datei ersetzt keine guten Inhalte. Sie ist eine Wegbeschreibung, kein Ersatz für das, wohin sie zeigt.

Verwandte Begriffe

Diese Themen hängen mit dem Begriff zusammen und sind im Glossar ebenfalls einfach erklärt:

Wir kümmern uns darum

Wir legen diese Datei bei jedem Projekt mit an und halten sie aktuell. Der größere Zusammenhang steht unter Sichtbarkeit in KI-Systemen.

Nachgefragt

Kurz nachgefragt

Muss ich die Datei irgendwo anmelden?

Nein. Sie liegt im Hauptverzeichnis der Website und wird dort gefunden oder eben nicht. Eine Anmeldung gibt es nicht.

Ist das dasselbe wie eine Sitemap?

Nein. Eine Sitemap listet alle Adressen maschinenlesbar für Suchmaschinen auf. Die llms.txt erklärt in Sätzen, worum es geht, und nennt nur die wichtigsten Seiten.

Fragen?

Lieber einmal kurz erklären lassen?

Wir übersetzen Fachbegriffe in Klartext und sagen dir, was davon für dein Unternehmen überhaupt zählt.

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