Corporate Design: das Erscheinungsbild eines Unternehmens
Logo, Farben, Schriften und die Regeln dafür. Klingt nach Konzern, hilft aber gerade kleinen Betrieben.
Corporate Design bezeichnet das visuelle Erscheinungsbild eines Unternehmens: Logo, Farben, Schriften, Bildsprache und die Regeln, wie diese Elemente auf Website, Drucksachen und Fahrzeugen angewendet werden.
Warum das kein Luxus ist
Ein einheitliches Erscheinungsbild spart vor allem Arbeit. Wenn Farben, Schriften und Logodateien einmal festgelegt sind, muss bei jedem Flyer, jeder Anzeige und jedem neuen Aushang nicht neu diskutiert werden.
Der zweite Effekt ist Wiedererkennung. Wer den Betrieb auf dem Fahrzeug, im Wartezimmer und auf der Website in derselben Handschrift sieht, merkt sich ihn eher. Bei örtlichen Betrieben ist das mehr wert als jede Anzeige.
Woraus es besteht
- Das Logo in allen nötigen Fassungen, auch einfarbig und für dunklen Grund
- Zwei bis drei Farben mit exakten Werten für Bildschirm und Druck
- Eine, höchstens zwei Schriften mit klaren Einsatzregeln
- Eine Bildsprache, also welche Art von Fotos verwendet wird
- Wiederkehrende Gestaltungselemente, etwa ein Zeichen oder eine Form
- Anwendungen: Visitenkarte, Briefbogen, Signatur, Beschriftung
Mehr braucht es bei kleinen Betrieben selten. Wer zehn Farben definiert, bekommt am Ende Unterlagen, die aussehen, als kämen sie aus verschiedenen Häusern.
Der Unterschied zwischen Bildschirm und Druck
Ein Grün am Monitor entsteht aus Licht, dasselbe Grün auf Papier aus Farbe. Deshalb braucht jede Farbe zwei Angaben: einen Wert für digitale Anwendungen und einen für den Druck. Fehlt das, sieht der Flyer anders aus als die Website, und niemand weiß, welcher Ton der richtige ist.
Bei kräftigen Sonderfarben wie einem Neonton kommt hinzu, dass der normale Druck sie nicht exakt trifft. Dann braucht es entweder eine Sonderfarbe oder eine bewusst gewählte Annäherung.
Ein Beispiel
Ein Handwerksbetrieb hat ein Logo, das vor Jahren jemand am Rechner gebaut hat. Es existiert nur als Bilddatei mit weißem Hintergrund in mittlerer Auflösung.
Für die Fahrzeugbeschriftung reicht das nicht, für den Stempel auch nicht. Wird das Logo einmal sauber neu gezeichnet und in allen Formaten abgelegt, ist jede künftige Anwendung eine Sache von Minuten statt von Rückfragen.
Wie viel Regelwerk sinnvoll ist
Für einen Betrieb mit fünf Leuten reichen ein paar Seiten: Logo mit Schutzabstand, Farben mit Werten, Schriften mit Größenbeispielen, dazu zwei oder drei Anwendungen als Vorlage. Ein hundertseitiges Handbuch liest niemand.
Wichtiger als der Umfang ist, dass die Dateien auffindbar sind. Ein Ordner mit klaren Namen, auf den auch die Druckerei und der Beschrifter zugreifen können, verhindert die meisten Probleme.
Verwandte Begriffe
Diese Themen hängen mit dem Begriff zusammen und sind im Glossar ebenfalls einfach erklärt:
Wir kümmern uns darum
Marke, Farben und Anwendungen entwickeln wir zusammen mit Website und Drucksachen. Was dazugehört, steht unter Drucksachen und Geschäftsausstattung.
Kurz nachgefragt
Muss ich mein bestehendes Logo aufgeben?
Nein, wenn es funktioniert und Kunden es kennen. Oft reicht eine behutsame Überarbeitung und die saubere Ablage in allen Formaten.
Was kostet so etwas?
Das hängt davon ab, ob nur ein Zeichen entsteht oder ein komplettes Erscheinungsbild mit Anwendungen. Der Preis steht vorher im Angebot fest.